BEWEGUNG BEIM THEMA FREISCHEIN UND MÖST

 

Aktuelle Entscheidungen durch das Bundesfinanzgericht geben der Branche Hoffnung in der Diskussion um die Ausstellung der Freischeine nach dem Mineralölsteuergesetz.

 

Vor allem in den letzten Monaten konnte man die Entwicklung beobachten, dass immer weniger eingeschränkte Freischeine durch die Zollämter für Business Aviation Operator ausgestellt wurden. Grund dafür waren nicht nur Formfehler durch die Antragsteller, sondern auch unterschiedliche, nicht harmonisierte Interpretationen seitens der verschiedenen zuständigen Zollämter, die sich teilweise widersprachen. Als ABAA sind wir in diesem Themengebiet bemüht, für Aufklärung zu sorgen. 

 

Wir haben dazu Feedback verschiedener Branchenkollegen eingeholt und uns mit der GBAA -German Business Aviation Association über ihre Erfahrungen ausgetauscht. Weiters haben wir Kontakt mit den zuständigen Stellen in Österreich aufgenommen. Durch vereinzelte Fälle des unrechtmäßigen steuerfreien Bezugs von Mineralöl / Kerosin in der Business Aviation wurde die gesamte Branche unter Generalverdacht gestellt und somit unsere tägliche Arbeit erschwert.

 

Als ABAA arbeiten wir mit den zuständigen Behörden an einem einheitlichen Verständnis der Rechtslage und einer harmonisierten Anwendung dieser durch die Zollämter, um damit einerseits das Tagesgeschäft der österreichischen Business Aviation Operator zu erleichtern und andererseits der Behörde einheitliche Aufsichtsprozesse zu ermöglichen. Zur Nutzung von Luftfahrzeugen durch Eigentümer als auch durch Drittkunden im gewerblichen Luftverkehr gab es eine richtungsweisende Entscheidung durch das Bundesfinanzgericht (GZ. RV/7200042/2019). Dank dieser Entscheidung gibt es nun mehr Klarheit über die Rechtsanwendung, sowohl für die Luftfahrzeug-Betreiber als auch die zuständigen Behörden.

 

Ein weiterhin offenes Thema ist die Interpretation des § 4 Abs 1 Z 1 MÖSt, welche viele Luftfahrzeug Betreiber derzeit noch im Ungewissen lässt. Die Zollbehörden verlangen als Nachweis für die Gewerbsmäßigkeit des Fluges, dass eine Rechnung an den Endkunden ausgestellt wird; dies ist für die meisten Luftfahrzeug-Betreiber nicht möglich, da die Vermarktung und Bezahlung über Vermittler (Broker) laufen. Diese Flüge sind aber definitiv gewerbliche Flüge. Daher vertreten wir als ABAA die Ansicht, dass ein Grund für einen steuerfreien Bezug des Mineralöls / Kerosins vorliegt.

 

Als ABAA sind wir zusammen mit den zuständigen Ministerien um Aufklärung etwaiger Missverständnisse oder unterschiedlicher Interpretationen bemüht und hoffen somit, einen positiven Beitrag zur Klärung des Sachverhalts für die Business Aviation als Branchenvertretung beisteuern zu können. Für etwaige gewünschte Hilfestellungen bei den Anträgen für die Freischeine stehen wir als ABAA unsere Mitgliedern jederzeit gerne mit Rat und Tat zur Verfügung office@abaa.at

 

Wir werden Sie weiterhin mit den aktuellen Entwicklungen auf dem Laufenden halten.

MOVEMENT ON THE SUBJECT OF THE EXEMPTION CERTIFICATES AND MOT

 

Recent decisions by the Federal Fiscal Court in Austria give hope to the industry in the discussion about the issuance of exemptions under the MOT law.

 

 

Especially in the last months, one could observe the development that less and less restricted exemption certificates were issued by the customs offices for business aviation operators. The reason for this was not only formal errors

by the applicants, but also different, non-harmonized interpretations of the various responsible customs offices, which sometimes contradicted each other.

As ABAA, we are committed to providing clarification on this subject.

 

 

To this end, we have gathered feedback from various industry colleagues and exchanged experiences with the German Business Aviation Association (GBAA). We have also contacted the relevant authorities in Austria. Due to isolated cases of the illegal tax-free purchase of mineral oil/kerosene in business aviation,

the entire industry has been placed under general suspicion, thus making our daily work more difficult.

 

 

As ABAA, we are working with the competent authorities to achieve a uniform understanding of the legal situation and a harmonized application of this by the regional customs offices, in order to facilitate the daily business of the Austrian business aviation operators on the one hand and to enable the authority to have common processes on the other hand. Regarding the use of aircraft by owners as well as by third party customers in commercial air transport, there was a landmark decision by the Federal Fiscal Court (GZ. RV/7200042/2019). Thanks to this decision, there is now more clarity on the application of the law, both for aircraft operators and the competent authorities.

 

 

One issue that remains open is the interpretation of Section § 4 Abs 1 Z 1 MÖSt, which currently leaves many aircraft operators still in uncertainty. The customs authorities require an invoice to be issued to the end customer as proof of the commercial nature of the flight; this is not possible for most aircraft operators, as marketing and payment are carried out via intermediaries (brokers). However, these flights are definitely commercial flights. Therefore, as ABAA, we are of the opinion that there is a reason to obtain the mineral oil / kerosene tax free.

 

 

We are working with the relevant ministries to clarify any misunderstandings or differing interpretations and thus hope to be able to make a positive contribution to clarifying the facts for business aviation as an industry representative. The ABAA is always available to our members for any assistance they may require with applications for free licenses office@abaa.at

 

 

 

We will continue to keep you up to date with the latest developments.

 


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Kontakt

Austrian Business Aviation Association 

General Aviation Center

Niki Lauda Allee 1, Objekt 140

A-1300 Vienna, Austria